Was ist Epilepsie ?

Gewitter im Gehirn

Epilepsien sind komplexe Erkrankungen. Die umfassende Behandlung der Betroffenen erfordert deshalb neben speziellen epileptologischen Kenntnissen auch hohe psychologische und soziale Kompetenz. Zusammenhänge zwischen Epilepsie und Lebens- oder Alltagsproblemen der Betroffenen sind vielfältig. Sie zu erkennen ist Grundlage guter Beratung.
Immer häufiger suchen deshalb Betroffene Ärzte und Einrichtungen mit epileptologischem Schwerpunkt und entsprechend geschulten Mitarbeitern auf.

Das menschliche Gehirn besteht aus ca. 20 Milliarden Nervenzellen. Durch das Zusammenwirken der Nervenzellen entsteht beispielsweise Denken, Bewegen, Fühlen und die Wahrnehmung von Licht und Musik. Störungen in diesem System können zu epileptischen Anfällen führen
Die äußere Schicht des Gehirns (Hirnrinde)hat sich für bestimmte Aufgaben spezialisiert. So gibt es Orte, die für Bewegung, für Gefühle oder für Wahrnehmung verantwortlich sind. Dementsprechend können Anfälle je nach ihrem Ursprungsort im Gehirn unterschiedlich aussehen.

Man unterscheidet zwei Typen von Anfällen:

fokaler Anfall: Entsteht ein Anfall an einem umschriebenen Ort im Gehirn, so bezeichnet man das als fokalen Anfall.

generalisierter Anfall: Umfaßt die Aktivitäten von Beginn an das ganze Gehirn oder zumindest beide Hirnhälften gleichzeitig, so ist dieß ein generalisierter Anfall.

Bei fokalen Anfällen bezeichnet man den Ort der Anfallsentstehung als "Herd" oder "Fokus". Ein fokaler Anfall kann sich auf das ganze Gehirn ausbreiten. Das nennt man "sekundäre Generalisierung". "Generalisiert" und "fokal" beziehen sich ausschließlich auf den Beginn eines Anfalls und sagen nichts über die Schwere und den Ablauf des jeweileigen Anfalls aus.

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